Kloster von Vallechiara

Der „Traum“

 

 

 

Das Kloster Vallechiara ist das Gründerhaus der Klosterfamilie Bruderschaft Jesu und befindet sich auf den Hügeln ungefähr dreißig Kilometer von Rom entfernt.

Die Bruderschaft Jesu hat sich mit großer Verantwortung der Aufforderung gestellt, das christliche Projekt in der heutigen Gesellschaft aus geschichtlicher und konkreter Sicht zu überprüfen und beabsichtigt, diesem Projekt in seiner gemeinschaftlichen Dimension und seiner Verwirklichung im täglichen Leben treu dem Evangelium einen strukturellen und operativen Inhalt zu verleihen. Zu diesem Zwecke musste sie einen schwierigen Weg der Bildung und der Entwicklung ihres essentiellen und konstitutiven Seins in der Kirche und der Gesellschaft unternehmen.

Seit dem Jahre 1985, als die Bruderschaft Jesu mutig mit einem landwirtschaftlichen Darlehen, einem konkreten Beweis der Vorsehung Gottes, ihre Muttergemeinschaft auf fünfzehn Hektar in Presciano in der Gemeinde Velletri (Rom) gründen konnte, machte sie es sich zur Aufgabe, Wohn- und Arbeitsstrukturen zur Verwirklichung der Klostergemeinschaft zu errichten:

1) Wohnungen, Gebetsräume und Gästehäuser;

2) Infrastrukturen für die verschiedenen Tätigkeiten (siehe manuelle Arbeit: biologische Landwirtschaft, handwerkliche und künstlerische Tätigkeit).

Und so wurden nach und nach verwirklicht:

  • Ein Wohnkomplex für eine dauernde Gemeinschaft von ungefähr 50 Personen mit den notwendigen Neben- und Einzelräumlichkeiten;

  • Verschiedene Räumlichkeiten für den spirituellen Austausch und für das Gebetsleben der Gemeinschaft;

  • und schlussendlich Räumlichkeiten, die spezifisch  für Gäste vorgesehen sind und den Bedürfnissen vieler Personen entsprechen müssen – vor allem denen junger Leute -, die für einige Zeit am Leben der Gemeinschaft teilnehmen wollen.

Manche der genannten Infrastrukturen wurden dank der erhaltenen Fertighäuser vom Erdbeben 1976 aus den Gemeinden Friauls ermöglicht, die uns gratis oder zu symbolischen Preisen gegeben wurden.

Darauf wurde ein Gästehaus mit ungefähr 20 Zimmern errichtet, um Personen und auch Gruppen aufnehmen und beherbergen zu können, die unser Leben im Gebet, in der Arbeit und in der Brüderlichkeit mit uns teilen möchten. In der Sommerzeit ist die Möglichkeit der Unterkunft im Kloster größer, weil auch Zelte und andere Camping-Einrichtungen verwendet werden können.

Außerdem wurde ein großes Kirchenzelt errichtet (mit einer Struktur aus Holzleimbinder und einem Dach mit Kunststoffbeschichtung) und nur ein Teil des alten Landhauses renoviert, das im nächsten Jahr bewohnbar und funktionell gestaltet werden soll. Es bleibt noch viel zu tun, um unser Kloster, das stets für die gesamte Klosterfamilie Bruderschaft Jesu bestehen wird, zum einzigartigen, wert- und liebevollen Ort zu machen, wohin uns Gott geführt hat und wo er zu unserem Herzen gesprochen hat (siehe Os 2,16) , sowie die volle und spirituelle Schönheit, die mit lauter Stimme auch durch die Steine zu uns ruft, dass nur Gott wirklich notwendig ist!

Unser Mund soll nicht stumm werden, Gott für all das Verwirklichte in unseren begrenzten Möglichkeiten, das auch ein großes wirtschaftliches Opfer mit sich gebracht hat, zu danken: unser Dank geht auch an die verschiedenen religiösen Kongregationen und  an viele andere Freunde, die uns am nächsten gestanden sind, mit einer Verbundenheit, die oft unsere Erwartungen weit übertroffen hat, wahrhaftige Instrumente göttlicher Vorsehung, ohne die wir sicher nicht die Ziele erreicht hätten und uns die Vitalität gaben, für die wir heute dem Herrn danken.